Katja Ebstein Stiftung

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Projekt: Jugendzentrum Berlin-Kladow

- Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Ella Kay -

1.
Die Katja Ebstein Stiftung beabsichtigt, möglichst im Frühsommer 2015 die Bild "KladowLageplan.jpg" ehemalige Jugendbildungsstätte Ella Kay (benannt nach der Berliner SPD- Jugend- und Sozialpolitikerin Ella Kay 1895-1988) in Berlin-Kladow  wieder in Betrieb zu nehmen und zwar als Jugendbildungs- und Begegnungsstätte mit einer deutlichen pädagogischen Ausrichtung  auf sog. handlungsorientierte und erlebnispädagogische Angebote. Sie knüpft damit an den bis zur Betriebseinstellung im Jahr 2001 gewidmeten Zweck dieses Grundstücks für die öffentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe an.

2.
Bildungspolitisch sollen vorhandenen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen in der Großregion Berlin - Brandenburg  Angebote in Bereichen unterbreitet werden, die deren Bildungsauftrag ergänzen und vorrangig im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und des sozialen Lernens unterstützen.

3.
Die Katja Ebstein Stiftung versteht ihren Einsatz für eine „enkeltaugliche Zukunft“Bild "KladowHGFront.jpg" als zivilgesellschaftliches Engagement. Immer dann wenn die Bürger z.B. selbst in Form von Trägerschaften im Bildungswesen Verantwortung übernehmen, können im Zusammenwirken mit staatlichen Strukturen die  tiefgreifenden  sog. „Jugendprobleme“ erfolgversprechend bearbeitet werden. Beispielhaft seien hier genannt:
  • Steigende Radikalisierung mit „rechtem Gedankengut“ als Gefährdung des sozialen Friedens. Wir holen die Jugendlichen aus ihren gewohnten Milieus ab und bieten ihnen positive Erfahrungen in der Gemeinschaft durch für Sie ungewohnte Aufgabenstellungen, um Ihnen zu zeigen, dass mehr in Ihnen steckt als Frust und Resignation.
  • Ausländerfeindlichkeit und Gewalt setzen wir  positive Erfahrungen des gegenseitigen Vertrauens und des Kennenlernens eigener Stärken  entgegen und machen so Mut, sich neu zu orientieren.
  • Bei Traumatisierungen z.B. durch sexuellen Missbrauch können durch eine sensible Stärkung der Selbstbewusstwerdung und der Entfaltung der eigenen Stärken im Zusammenwirken mit den Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens Hilfen gegeben werden.
  • Kinderarmut, die wir vorrangig als Mangel an sozialer und empathischer Zuwendung bewältigen können; ihr setzen wir in unserer Kleingruppenarbeit das Konzept „Mit Herz, Kopf und Hand“ (Pestalozzi) entgegen.
Die Katja Ebstein Stiftung bietet – auch grenzüberschreitend - schon seit ca. 15 Jahren (zusammen mit ihrem Schwesterverein Aktion Umwelt für Kinder - Hilfswerk für umweltgefährdete junge Menschen e.V. Cottbus) sowohl Camps für Kinder und Jugendliche als auch Kurse und Fortbildungen für ehrenamtlich tätige junge Erwachsene an, um – auf intensiver erlebnispädagogischer Basis – Persönlichkeitsstärke und ehrenamtliches Engagement nachhaltig zu fördern (Programm „Deine Stärken-Deine Chancen“).

4.
Das Objekt in Kladow (großes Seminar- und Tagungshaus, davon getrennt Bild "KladowHGHinteransicht.jpg" 2 Übernachtungstrakte mit jeweils 25 Betten plus Gruppenraum sowie ein freistehendes Büro-, Mitarbeiter- und Gästehaus, ferner ein Zeltplatz plus Sanitärhaus) sowie die Außenanlagen des Objekts (1,5 ha lichter Wald) erlauben eine optimale Umsetzung dieses handlungsorientierten und erlebnispädagogischen Konzepts  Das Gesamtnutzungskonzept umfasst drei Bereiche:
  • Nutzung für eigene Angebote der Katja Ebstein Stiftung, insbesondere für die regionale/örtliche Jugendarbeit sowie für  erlebnispädagogische Kurse, Camps, Fortbildungen mit ca. 70% der Gesamtkapazität,  aber auch für Seminare/Kurse für Erwachsene und  internationale Begegnungen
  • Nutzung – gemäß Absprache - durch den Partner Berliner Landesforstverwaltung und deren Berliner  Waldschulen für entsprechende Grundschulangebote
  • Belegung durch Dritte (Träger und Einrichtungen des Landes Brandenburg, aber auch für sog. Berlinfahrten aus anderen Bundesländern; Lokale Schwerpunkte Spandau und Neukölln)

5.
Charakteristisch für erlebnispädagogische Angebote ist das Prinzip des Bild "KladowHGSeitenansicht.jpg"„Lernens durch Herausforderung und Erfahrung“, nicht nur  in sog. Outdoor-Feldern sondern auch und verstärkt in sozialen und interkulturellen Bereichen.  Auf dieser Basis (nicht ausschließlich, andere methodische Ergänzungen kommen fallweise hinzu), will die Stiftung folgende zum großen Teil bereits in den letzten Jahren mehrfach erprobte Angebote durchführen:  
  • Erlebnispädagogik-Kurse für Schüler, Auszubildende, gemäß einem sehr erprobten Konzept mit den thematischen Schwerpunkten:  Wald, Wasser, Land, Gruppe/Team, Gesellschaft,
  • sowie für Lehrkräfte und Personal aus der Schulverwaltung aber auch Mitarbeiter aus der Jugendarbeit,
  • sowie für Interessenten an freiwilliger Mitarbeit in Kirchen, Sportvereinen, Jugend-feuerwehr, Kriegsgräberfürsorge u.a.
  • City Bound Angebote in der Großstadt Berlin – Herausforderungen in der Stadt
  • Erlebnispädagogische Kompetenzanalyse für Schüler, Jugendliche im Rahmen der sog. Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit Berliner Schulen, Arbeitsämtern, Job-Centern
  • Erlebnispädagogische und interkulturell ausgerichtete Sprachkurse gemäß eines neuen Ansatzes (Montana Lingua),
  • Familien-Wochenenden auch in Kooperation mit Berliner Bezirksämtern (Integrationsbeauftragte)
  • Wochenendveranstaltungen für Paare, Familien (unterschiedlicher Konstellation: ledige Jungmütter, mit Pflegekindern, kinderreiche Familien u.a.)  Senioren  in Kooperation mit Jugendämtern / Sozialämtern der Bezirke
  • Tanzcamps (der Katja Ebstein Stiftung) für Jugendliche und Senioren (intergeneratives Lernen)
  • Programme mit Berliner Waldschulen z.B. Ferienwochen, Familien-Universität usw.

6.
Für dieses Konzept wurden neben dem Schwerpunkt im Bezirk Spandau bereits Bild "KladowUebernachtungshaus.jpg"mit den Jugendämtern der Bezirke Neukölln, Steglitz-Zehlendorf, Pankow-Prenzlauer Berg sowie mit zahlreichen weiteren vor allem regionalen Partnern (u.a. Bürgerstiftung Zehlendorf, AWO Potsdam) und Partnern vor allem in Polen (Caritas, Universität Posen) Russland (Enklave Kaliningrad: Tilsit) Kontakt zur Kooperation aufgenommen. Mit dem Schweizer Hilfswerk KOVIVE besteht über den Schwesterverein Aktion Umwelt für Kinder seit fast 20 Jahren eine enge Kooperation für Familienaufenthalte.


Die Aufgabe, der sich die Katja Ebstein Stiftung stellt, ist eine des gesellschaftlichen Engagements. Dazu braucht sie die Unterstützung engagierter Bürger durch Mitarbeit und durch Spenden, durch Patenschaften.
Für Erwerb, Renovierung, Einrichtung und den Start der Arbeit werden EUR 1,8 Mio. benötigt. Eine gewaltige Anstrengung, mit der sie an alle appelliert mitzuhelfen, dass die soziale Lage unserer zukünftigen Generationen sich verbessert.



Das Team der Stiftung steht gerne für Ihren Kontakt zur Verfügung:

Katja Ebstein Stiftung
Gotlandstr.5  |  10439 Berlin  
Tel. 030 44 65 05 40  |  Fax. 032 22 1264 442  
info@ katja-ebstein-stiftung.de    
(Konto Nr. 214 546 8003   BLZ 100 900 00   Berliner Volksbank)



Berlin, den 05.12.2012
Rainer Güttler/Michael Jagenlauf
(Vorstand der Katja Ebstein Stiftung)